Die Sprache des Anethos
Manche Kommunikationsformen primitiver Tiere, wie Spitzmäuse oder Menschen, sind interessant. Sie versetzen einen Teil ihres Körpers, ihre Stimmbänder, in Schwingung, wodurch eine Vibration in der umgebenden Luft entsteht, die sich über kurze Distanzen, maximal einige Meter, ausbreitet. Um zu kommunizieren, müssen diese Tiere daher nahe beieinander sein und können sich in der Regel nur mit einem Individuum gleichzeitig unterhalten. Dies führt zu endlosen Diskussionen in Form eines ständigen Ping-Pong-Geräuschs, bei dem sich die Laute ungeordnet übereinander stapeln. Dieser Prozess ist sehr zeitaufwendig und führt nur selten zu einem eindeutigen und brauchbaren Ergebnis.
Die Natur hat den Anethos mit ganz anderen sprachlichen Fähigkeiten ausgestattet. Die nicht-lokale und zeitlose Funktionsweise unseres Gehirns (siehe Die kognitiven Fähigkeiten des Anethos ) ermöglicht uns eine weitaus komplexere und effizientere Kommunikation als das archaische Gebrabbel von Schallwellen. Wir verwenden keine Laute, die Wörter, Sätze, Texte oder letztlich Ideen bilden. Unsere Kommunikation findet direkt in unserem Gehirn statt, und folglich tauschen wir Ideen unmittelbar aus, die unsere Gesprächspartner unverändert empfangen. Eine Interpretation ist nicht möglich. Darüber hinaus können wir gleichzeitig mit Hunderten von Anethos kommunizieren. Das heißt, eine Idee in meinem Kopf kann Hunderte von Individuen augenblicklich erreichen. Diese Individuen können wiederum ihre Ideen in derselben Geschwindigkeit teilen. Gespräche zwischen Hunderten von Anethos finden in Stille statt und enden oft nur Sekunden nach ihrem Beginn. Effizienz ist von höchster Bedeutung.